Hierbei geht es um ein sehr wichtiges Thema, das mit der Positionierung in Zusammenhang steht und manche Male etwas vernachlässigt wird.

Du kannst Dich theoretisch sehr breit aufstellen und dadurch viele potentielle Kunden haben. Jedoch ist es häufig sinnvoller, dass Du mit Deinem Angebot “spitzer” bist. Indem Du Dich auf gewisse Menschen und Gruppen konzentrierst, hast Du bessere Chancen, genau diese zu erreichen. Denn Du hättest wahrscheinlich weder die Zeit noch das Geld, um beispielsweise Tausende an unterschiedlichen Landingpages zu erstellen, für diese Werbung zu schalten und sie in puncto SEO zu optimieren. Abgesehen davon, dass dies sehr unwirtschaftlich wäre.

Definiere daher eine genaue Zielgruppe mit genau den Kunden, die Du am liebsten haben möchtest oder hinsichtlich der Verkaufs- und Umsatz-Chancen am meisten Potential für Deine Produkte oder Dienstleistungen bieten.

Nehmen wir mal an, dass Du biologisch abbaubare Schnuller verkaufst:

Dann würden frisch gebackene Eltern bzw. Großeltern schon einmal präziser Deine Zielgruppe darstellen. Bei allen Menschen, die irgendwie mal Kontakt zu Babys haben könnten, wäre der Spielraum zu groß und die Wahrscheinlichkeit, dass diese einen Schnuller kaufen, wäre im Gegensatz zu Eltern viel zu gering, wodurch sich die Marketingkosten vermutlich nicht unternehmerisch tragen würden.

Jetzt kannst Du sogar noch spitzer sein, indem Du primär die Eltern ansprichst, die Wert auf Bioprodukte und Umweltverträglichkeit setzen.

Die Conversionrate wäre bei dieser sehr abgegrenzten Gruppe mutmaßlich noch höher, als wenn Du als Zielgruppe nur Eltern definiert hättest.

Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass Du vorerst diese Leads bedienst, bevor Du Dich auf eine größere Zielgruppe stürzt, von der am Ende einfach zu wenige kaufen.

Nur sehr wenige Weltkonzerne schafften es, sich quasi überall zu etablieren (z.B. Coca Cola) und an fast jeden, unabhängig von sozialem Stand, Einkommen, Herkunft etc., mit ihren Produkten anzusprechen und zu Käufern zu machen. Aber auch diese fingen mal klein an und konzentrierten sich zu Beginn auf eine gewisse Zielgruppe.