Im Dschungel der Digitalisierung ist zunächst ganz im Schatten, eine Generation voller „Digital Natives“ aufgewachsen. Kaum eine Generation wurde von den Sales- und Marketingmanagern dieser Welt so nachhaltig analysiert und in den Fokus gestellt wie die Millennials. Doch, was hat diese Generation an sich, weshalb sie so kritisch untersucht und vor allem noch viel kritischer bewertet wird?

Zunächst gilt es jedoch für Dich näher zu bestimmen, was genau es im Dschungel der Annahmen, Vorurteile und Vermutungen mit dieser Generation auf sich hat.



Was sind die Millennials genau?



Mit dem Begriff der Millennials wird die Generation an Menschen beschrieben, die um die Jahrtausendwende herum geboren wurden. Synonyme Bezeichnungen für diese Generation sind auch „Digital Natives“ oder „Generation Y“. Die „Generation Y“ liegt rein zeitlich zwischen den „Babyboomern“ sowie der „Generation Z“.
Du hast bestimmt bereits davon gehört, dass die Millennials einen besonders großen Wert auf Selbstverwirklichung legen, aber Du weißt nicht, was das genau bedeutet? Nachfolgend findest Du eine Auflistung typischer Eigenschaften dieser Generation.



Typische Eigenschaften der Millennials



• Eine natürliche Begeisterung für technische Features;
• Eine Neigung, die geleistete Arbeit nach Sinnhaftigkeit zu hinterfragen;
• Eine enorme Leistungsorientierung;
• Der Drang sich selbst zu verwirklichen;
• Die Suche nach einer angemessenen Work-Life-Balance;
• Eigeninvestitionen in die Bildung, um voranzukommen;

Jede Generation wird von verschiedenartigen Eindrücken, Verhaltensweisen und Mythen geprägt. Der Mensch tendiert dazu, andere Menschen in Schubladen einzusortieren, um sie für sich besser greifbar zu machen. Doch, mit der umfassenden medialen Berichterstattung und noch viel tiefgreifenderen Analysen der Millennials, haben sich in den vergangenen Jahren gewisse Mythen bis hin zu Vorurteilen entwickelt, die es gilt, kritisch zu hinterfragen.



Mythen der Millennials auf einen Blick

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- Erster Mythos: „Es muss immer alles online sein!“
- Zweiter Mythos: „Loyalität ist so Oldschool“
- Dritter Mythos: „Likes for Life“


Erster Mythos: „Es muss immer alles online sein!“

online church macbook laptop
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Grundsätzlich sind Millennials im Zeitalter der Digitalisierung aufgewachsen und solltest Du ein Millennial sein, weißt Du sicherlich auch eine gewisse Tendenz auf, das Internet schnell und umfassend zu nutzen. Dieser Sachverhalt ist nicht nur ein Gefühl. Vielmehr stimmt die Annahme auch zu großen Teilen. Millennials sind mit der Digitalisierung groß geworden. Sie haben weniger Berührungsängste vor der aktiven Nutzung technischer Features. Dennoch, entgegen dem Vorurteil, dass bei ihnen immer und alles online sein muss, ist die Realität eine andere.
Im ersten Schritt nutzt diese Generation Möglichkeiten und auch Chancen des Internets nachhaltiger. Es ist Ihnen zu verdanken, dass Du ein vermehrtes Wachstum der online Bewertungsportale feststellst, eine natürlichere Nutzung der sozialen Medien in Deinem einfachen Alltag erlebst und auch der E-Commerce Wachstumsquoten aufweist, die beinahe einen biblischen Charakter bereithalten.

Millennials lieben es dennoch haptisch!

Diese Annahmen wurden in unabhängigen Studien untersucht und festgestellt, denn vor allem junge Verbraucher gehen nach wie vor zunächst ganz konservativ stationär einkaufen. Sie probieren die Produkte aus, sehen sie sich an und erleben sie. Solch ein Kaufvorgang ist nur um weitere Schritte erweitert worden, denn noch im Laden checken sie online die Produktinformationen und Bewertungen oder vergleichen den Preis anderer Anbieter. Die Transparenz des Internets wissen sie genau für sich einzusetzen und auch zu nutzen.

Um die Millennials jedoch kontinuierlich zu erreichen und sie auch gezielt ansprechen zu können, bedarf es einer nahtlosen Nutzung verschiedener Kanäle. Unternehmen müssen eine möglichst effektive Verwendung aller relevanten Kanäle sicherstellen, auf der sie ihre „Digitale Natives“ auch erreichen können. Hierdurch geraten die Unternehmen und Produkte zum einen nicht in Vergessenheit und parallel hierzu ist es eine weitere Möglichkeit, mit den Kunden in dauerhaftem Kontakt zu stehen. Das erklärte Lebensmotto hierbei ist: „Transparenz, Langfristigkeit und Kommunikation sind top, einseitig wirkende Marketingmaßnahmen, mit nur einem kurzen Zielcharakter, verpuffen und sind deshalb Flop!“


Zweiter Mythos: „Loyalität ist so Oldschool.“

A close caption of  Regars Plenar P1 cartridge. Tribute to analog music, specially to vinyl recors
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Kaum eine Generation hat so viel schlechte Publicity in den vergangenen Jahren erhalten wie die Millennials. Hieraus haben sich Vorurteile wie ein wechselhafter und unsteter Charakter entwickelt, in Kombination mit nur einer mäßigen bis nicht vorhandenen Marken- bzw. Händlertreue. Diese Annahme ist jedoch sicher auch für Dich etwas vereinfacht. Millennials sind sich nur ihres Wertes als Käufer vollkommen bewusst und möchten aktiv und vor allem langfristig umworben werden. Für den Verkäufer gilt es, diesen Sachverhalt zu erfassen und auch zu nutzen. Kundenzentrierte Verkaufserlebnisse, mit dem Millennial im Mittelpunkt ist eindeutig das Gebot der Stunde. Kundenspezifische Ansprachen und personalisierte Angebote, die auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten sind, gelten im Umgang mit den anspruchsvollen „Digitale Natives“ als unumgänglich. Einmal gewonnene Käufer dieser Generation, die aktiv umworben werden möchten, sind hingegen sehr loyal und auch weniger preissensibel, zumindest so lange das Erlebnis, die Aufmerksamkeit und auch der Umgangston stimmen.

Dritter Mythos: „Likes for Life.“

Likes
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Nie war eine Generation so digital und kaufstark wie Millennials es sind. Aus dem Umgang mit den sozialen Medien haben sich Verhaltensweisen entwickelt, die eindeutig zeigen, dass soziale Medien in unterschiedlichen Richtungen des täglichen Lebens verwendet werden. Du kannst diese Käufergruppe als absolute Social-Media-Profis beschreiben und solltest sie auch zumindest, wenn Du sie erreichen möchtest, auch genauso ansprechen. Interpretiere jedoch die Like-Kultur nicht mit einer überwältigenden Liebeserklärung oder ähnlichem. Es dient lediglich eines kurzen Triggers, um einen Aufmerksamkeitspunkt auszulösen.
Mache Umsatz, in dem Du ein ganz natürlicher Anteil des täglichen Lebens wirst, ist die Devise als Brand. Bedenke zudem, dass Influencer hier ihren Anteil beitragen, um den Millennial von nebenan auch gezielt zu influencen.

Wie kann man Millennials beruflich glücklich machen?

Collaborative Meeting
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Unternehmen sehen sich einem immer kritischeren Fachkräftemangel ausgesetzt. Lösungen und Ansätze sind hierfür dringend notwendig. Wenn Du Dich auch schon einmal gefragt hast, was genau Dein Unternehmen machen kann, um die „Digital Natives“ zu bekommen und vor allem auch zu behalten, dann beachte folgende Empfehlungen!

• Flexible Arbeitszeiten! Es kann so einfach sein! Der Arbeitsalltag ist im Wandel, weshalb nicht auch die Rahmenbedingungen flexibilisieren und Vertrauen schenken. Konzepte wie Jobsharing oder Vertrauensarbeitszeit haben den klassischen 9-to-5 Job längst abgelöst.
• Wen interessiert es, wo der Mitarbeiter produktiv arbeitet? Hauptsache, das Ergebnis stimmt! Aus dem Ausland arbeiten? Why not!
• Der Traum einer gezielten Auszeit, um zu reisen oder sich anderen Dingen zu widmen. Millennials haben diesen Traum. Und sie haben vor allem die Lösungskompetenz, sich diesen Traum auch zu erfüllen. Unternehmen sollten folglich der Mitarbeiterkündigung vorbeugen und Sabbaticals anbieten. Hierdurch bleibt das Humankapital der gut ausgebildeten Millennials auch zu einem späteren noch im Unternehmen.
• Der Mitarbeiter ist zuallererst ein Mensch! Auch das Privatleben und weitere Umstände spielen in andere Lebensbereiche mit ein. Unternehmen sollten sich dieser Normalität nicht verwehren. Ein offenes Ohr und eine vertrauensvolle Basis helfen auch berufliche Bindungen zu stärken.
• Erkenne, dass Mitarbeiter sich weiterentwickeln möchten, und schaffe die Möglichkeiten dazu. Coachings, Weiterbildungen und weitere Maßnahmen sind hervorragende Instrumente hierfür.
• Informelle Aktionen im Job, wie gemeinsames Yoga, Afterwork-Events oder auch Laufgruppen, schaffen eine angenehme Atmosphäre mit einem guten Betriebsklima. So hält man Millennials im Unternehmen.



Fazit: Millennials, am Ende nur eine neue Generation mit anderem Fokus



Kaum eine Generation wurde in den vergangenen Jahren so sehr analysiert und in unterschiedlichen Bereichen des Lebens untersucht wie die „Digitale Natives“. Neben zahlreichen allgemeinen Feststellungen haben sich jedoch auch eine Reihe von Mythen und Vorurteilen in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Millennials sind weder illoyal noch krankhaft online fixiert. Sie sind nur in der Lage dazu, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Kanälen und Medien technisch ohne Berührungsängste umzugehen, um Vorteile für sich zu nutzen und von einer Informationstransparenz umfassend zu profitieren. Zudem sind sie sich über ihren eigenen persönlichen Wert als Kunden für Unternehmen bewusst und möchten von den Brands personalisiert umworben und mit Aufmerksamkeit belohnt werden. Auch im beruflichen Umfeld gilt es diese Erkenntnisse zu nutzen, um gut ausgebildete Mitarbeiter auch aktiv im Unternehmen zu halten. Einseitig, immer nur fordernd, mit nur wenig Mehrwerten und Zugeständnissen für die einzelnen Mitarbeiter ist mit dieser Generation einfach nicht möglich. Eine Anpassung an diese für andere Generationen neuen Bedürfnisse, die dennoch auch klar von den „Digitale Natives“ immer wieder kommuniziert werden, ist unternehmensseitig ein zwingendes Muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Wandel der Denkweisen in unterschiedlichen Lebensbereichen ist ein Weg, den es zu beschreiten gilt. Wenn Du Deine Kunden und Dein unternehmerisches Potenzial mit zielgenauer Online-Werbung entfalten möchtest, buche jetzt eine kostenfreie Potenzialanalyse mit unseren Experten, die Dich bei Deinem Erfolg unterstützen.