Damit eine Website ganz weit oben bei der Google-Suche zu finden ist, spielen mehrere entscheidende SEO-Faktoren eine wichtige Rolle. Einer von ihnen bezieht sich auf die sog. Backlinks, also Verlinkungen, von fremden Seiten auf Deine eigene.
Zum einen wird Deine Seite sichtbarer, wenn eine Website mit hoher Besucher-Frequenz einen Backlink auf Deine setzt, da die Wahrscheinlichkeit an Klicks steigt. Zum anderen bemerkt auch die Suchmaschine, wenn Internetseiten mit einer hohen Autorität auf Dich zeigen und bewertet das positiv fürs Ranking.  
Diese zu kaufen kann tückisch und sogar schädlich sein können, erfährst Du hier 5 Strategien, wie Du trotzdem ein gutes Linkbuilding erreichen kannst, um noch besser mit Deiner Website unter den oberen Suchergebnissen für Deine Keywords in Erscheinung zu treten.

Grundlagen

Damit Du auch weißt, wovon ich spreche und worauf es ankommt, stelle ich Dir zuerst die Begrifflichkeiten Autorität (bezüglich Websites) und Do-Follow-Link vor:

Grundlage #1: Seiten mit viel Autorität vs. wenig Autorität

Im Bereich der SEO hat Autorität nichts mit politischen Systemen oder einem Erziehungsstil zu tun.

Es geht prinzipiell darum, dass eine Website als vertrauenswürdig und seriös gilt und einen guten Content beinhaltet, der Nutzern einen hohen Mehrwert liefert, zudem bereits eine Menge an Besuchern hatte und selbst auf hilfreiche Seiten mit Autorität verweist.

Insgesamt gibt es eine Reihe an weiteren Faktoren, die den Wert der Domain Autorität beeinflussen; aber an dieser Stelle sollte dieser kurze Überblick eben erst einmal ausreichen.

Hat eine Website nun eine hohe Autorität und dort ist Deine Seite verlinkt, so hat das einen viel größeren und positiven Einfluss auf Dein Ranking als wenn Du einen Backlink einer kleineren und sagen wir mal unbedeutenderen Internetseite erhältst; vorausgesetzt, es handelt sich um einen Do-Follow-Link, worauf ich im nächsten Abschnitt eingehe.  

Jetzt müssen wir zunächst noch einmal zwischen einem Do-Follow- und einem No-Follow-Link unterscheiden, bevor wir zu den Backlink-Tipps an sich kommen. Zwar könnten bei einem No-Follow-Link ebenfalls Internetuser auf Deine Seite aufmerksam werden, jedoch gibt bei dieser Einstellung die andere Website keinen sog. Link-Juice weiter, der Dir markant auch beim Ranking weiterhelfen könnte.

Merk Dir daher: Ein Do-Follow-Link von einer Internetseite mit viel Autorität bringt Dir viel mehr als ein No-Follow-Link derselben.

Mithilfe dieses Tools von ahrefs kannst Du auch ganz einfach und kostenlos die Domain Authority einer Seite gemäß der Metrik dieses SEO-Tool-Herstellers überprüfen und sehen, ob es Sinn ergibt, Zeit in das Erreichen eines Do-Follow-Backlinks von dieser Seite zu investieren.

Und wenn Du wissen möchtest, welche Backlinks Du bereits hast, kann ich Dir das Tool Free Backlink Checker, ebenfalls von ahrefs, ans Herz legen.

Jetzt weißt Du ja schon, wann Backlinks am meisten etwas für Deine Website bewirken.

Weil Du Dir jetzt ganz bestimmt die Frage stellst, „Wie und wo kann ich Backlinks setzen?”, folgen nun zum Anfang Deines Linkbuildings 5 hilfreiche Tipps:

Fangen wir mit diesem Tipp zunächst mal ganz langsam an. Viele sind wahrscheinlich bereits auf die Idee gekommen, Freunde, Bekannte und Familienmitglieder zu fragen, ob sie Links teilen bzw. auf ihren Profilen oder Websites, falls vorhanden, veröffentlichen könnten. Da aber auch ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe, erwähne ich diesen Punkt trotzdem. Manchmal liegt die Lösung oder ein Schritt zu ihr direkt vor unseren Füßen und da wir nun einmal unsere Augen etwas weiter oben haben … Du weißt schon. ;)

Für alles Mögliche gibt es einen Blog bzw. eine Plattform auf der Texte erscheinen. Einige weisen die Rubrik Gastartikel auf und die Betreiber freuen sich darüber, wenn sie kostenlose Inhalte für ihre User erhalten.

Suche daher explizit nach Gastartikel in Verbindung mit einem Thema, in dem Du Dich oder jemand in Deinem Team exzellent auskennt und frag an, ob ihr dazu einen entsprechenden Beitrag schreiben dürft. In vielen Fällen erhaltet ihr die Möglichkeit auf die Platzierung eines Links. Wenn die Community der Website groß genug ist, hilft euch auch ein No-Follow-Link, wenn gleichwohl ein Do-Follow natürlich noch besser wäre.  

Unter Broken Links versteht man Links, die nicht oder nicht mehr funktionieren. Das kann daran liegen, dass die URL einfach nicht die richtige ist oder dass die ursprünglich verlinkten Inhalte nicht mehr verfügbar sind.

Egal, was der Grund dafür ist, Du kannst davon profitieren, auch wenn dieser Tipp etwas aufwändiger als die ersten beiden sein kann, um den ersten Treffer zu landen.

Hierfür hältst Du erst einmal nach für Dich und Deinen Content relevanten Websites Ausschau und nutzt ein Tool, um diese Seiten nach den beschriebenen defekten Links zu untersuchen. Auch hier hat ahrefs ein Tool für Broken Links in petto.

Findest Du dann einen solchen, so geht es darum, einen passenden Content für die Seitenbetreiber zur Verfügung zu stellen.

Entweder hast Du diesen schon parat oder erstellst ihn extra. Ist er dann fertig, dann kontaktiere die Verantwortlichen der Seite bzw. den Administrator und biete ihnen direkt Deine Inhalte als Ersatz für den nichtaufrufbaren Link an.

Außerdem kannst Du mithilfe des Programms ebenfalls Deine eigene Seite überprüfen, ob hier kaputte Links vorhanden sind und im Falle des Falles reagieren.

Was viele nicht wissen, ist, dass Du auf ProvenExpert einfach eine Bewertung abgegeben und für Dich selbst einen Link zu Deiner Seite hinterlassen kannst. Damit dieser zu einem echten Backlink wird, ist es wichtig, dass Du angemeldet und eingeloggt bist.

Zudem kannst Du dort auch für Dich und Dein Unternehmen ein Profil mit einem Link auf Deine Website anlegen und sorgst mit Bewertungen für mehr Social Proof und bessere Sichtbarkeit.

Sicherlich hast Du einiges Spannendes zu erzählen oder bist sogar ein wahrer Experte auf Deinem Gebiet. Dann nutze das doch, um noch sichtbarer zu werden und sichere Dir hierdurch auch einen Backlink.

Vor allem wenn der Podcast-Macher die Shownotes zur Folge oder eine Vorstellung zu Dir auf seine Seite mit einem Link zu Deiner Website online stellt, kann Dir das einen guten Präsenz-Schub geben.

Halt also danach Ausschau, wer in Deinen Kontakten einen Podcast zu einem Deiner Themen hat oder such Dir entsprechende Podcaster heraus, mit denen Du in Verbindung treten kannst.

Am besten hast Du schon einen Plan dafür, worüber Du etwas erzählen möchtest und schickst diese Ideen gleich in Deiner Nachricht mit.

Backlink-Tipp #6: Eigenen & hochwertigen Content produzieren

Auf diesen Tipp bauen viele weitere auf. „Content ist King“ heißt es hier so oft. Jedoch auch nur dann, wenn er gut, hilfreich und zu Deinem Unternehmen passt. Hilfst Du anderen Menschen weiter, indem Du ihre Fragen beantwortest, sie vielleicht auch unterhältst und sie verweilen auf Deiner Seite, so wertet das Google als positive Signale und rankt Deine Website besser. Sollte zudem der Inhalt ausgesprochen ausgezeichnet sein, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Dich Nutzer verlinken und somit natürlich für Dich Backlinks aufbauen. Wenn Du diese Inhalte zusätzlich promotest, steigen Deine Chancen darauf natürlich noch mehr.

Aber Vorsicht, dass Du nicht von zu vielen minderwertigen Seiten verlinkt wirst. Wenn nämlich eine Menge an unseriösen, themenirrelevanten oder Websites mit schlechter SEO-Bewertung auf Deinen Internetauftritt verweisen, dann ist dies eher schädlich als nützlich für Dein Ranking. Insbesondere hinsichtlich der Keywords, für die Du ranken möchtest.

Das letzte Mal habe ich ja bereits den Free Backlink Checker von ahrefs erwähnt, mit dem Du schauen kannst, wer Dich verlinkt und wie hoch deren Domain-Autorität ist. Ebenfalls gibt es eine Reihe weiterer Tools, die Dir anzeigen, wer auf Deine Seite verweist. Spätestens wenn Du von Google eine Warnung bezüglich schädlicher Backlinks erhältst, solltest Du hier handeln. Eine Anleitung, wie Du dann vorgehen kannst, erhältst Du auf InternetX.  
Auch der nächste Tipp baut auf hochwertigem Content für mehr Sichtbarkeit, Reichweite und ein besseres Ranking auf.

Einer der Rankingfaktoren, die Google schon bestätigt hatte, sind die sog. Social Signals. Du erreichst sie über Social-Media-Kanäle, indem Du Beiträge postest. Da die Posts aufgrund von vielen Inhalten, die tagtäglich geteilt werden, vermutlich nicht lange ganz weit oben und sichtbar bleiben, solltest Du eine Posting-Routine für Deinen Content einrichten. Das bedeutet aber nicht, dass Du wild und wahllos einfach drauflos spammst. Schau zunächst einmal, welche Gruppen oder User in Deine Zielgruppe passen könnten und platziere dort dann Deine Links. Versieh ebenfalls Deine Beiträge mit adäquaten Hashtags, sodass Dich Interessierte besser finden.
LinkedIn, Xing, Facebook, YouTube, TikTok, Instagram, Twitter und Pinterest sind derzeit in Deutschland die beliebtesten Sozialen Netzwerke. Für noch Nischenthemen könnte auch Reddit interessant sein. Informier Dich also, auf welchen dieser Plattformen Deine Zielgruppe am meisten vertreten ist und leg los. ;)

Diese Idee wird oft nicht beachtet oder einfach nur unterschätzt. Dabei können Pressemitteilungen ein probates Mittel zum Backlinkaufbau sein.

In den meisten Online-Pressemitteilungen auf Presseportalen darf das jeweilige Unternehmen bis zu drei Links aufführen, da alles andere als Spam empfunden wird. Deshalb sollten diese sorgfältig ausgewählt werden.

Darüber hinaus ist eben nur das wirklich eine öffentliche Mitteilung wert, was auch wirklich Leser und Internetuser interessiert. Information, Nutzen und Interesse steht daher an erster Stelle. Genauso wie weitere Kriterien, die eine gute Pressemitteilung ausmachen.

Denn wer hat tatsächlich etwas davon, wenn man bei jedem noch so Kleinem eine seichte, vielleicht plumpe und bedeutungslose Pressemeldung veröffentlicht? Genau! Niemand.

Daher solltest Du Dir bewusst sein, dass eine Pressemitteilung auch Content ist, sie deshalb hochwertig und themenrelevant sein muss. Aus diesem Grund sollten die Links in einer solchen Meldung besser auf die entsprechende Unterseite, den Blogartikel, das Video etc. verweisen als auf die Homepage, zu der thematisch kaum ein Bezug besteht.

Über Do-Follow- und No-Follow-Links habe ich ebenfalls schon im letzten Beitrag geschrieben. Auf anderen Blogs oder in Foren ist es zumeist aussichtslos, die besseren, wertvolleren Do-Follow-Links zu erhalten. Jetzt kommt das Aber:

Vor allem zu Beginn kann es Dir den ersten Traffic auf Deine Seite bringen, wenn Du kommentierst, diskutierst und dadurch in Erscheinung trittst.

Wenn Du bei einem Beitrag oder Video einen Kommentar mit Backlink platzieren möchtest, kann Dir z.B. Google Alerts dabei sehr behilflich sein.

Nachdem Du Dich dort mit einem oder mehreren für Dich und Deine Website relevanten Keywords und E-Mail-Adresse eingetragen hast, erhältst Du immer wieder (je nachdem, was Du als Zeitraum auswählst) eine Nachricht von Google, falls etwas Neues zu Deinem ausgewählten Thema veröffentlicht wurde.

Dort hinterlässt Du dann eben einen Kommentar, wenn möglich mit einem direkten Link auf einen Deiner dazu themenbezogenen Inhalte. Denn wie immer gilt auch hier, dass Deine Verlinkung dem Nutzer Mehrwert bereitstellen sollte, um eine hohe Absprungrate zu vermeiden.

Auf YouTube könnte das dann so aussehen, dass Du entweder ein provokantes oder eben sehr gutes Statement abgibst und Deinen Link miteinbeziehst. Solltest Du dann noch etwas objektiver in diesen Zeilen über Deinen verlinkten Content schreiben (also „ich“ vermeiden und eher nach dem Motto „Hierzu habe ich Folgendes gefunden“), so könnte sich das bei den richtigen Videos wirklich super auf Deine Besucherzahlen auswirken.

Und zumeist wirkt eine abgekürzte URL sowohl weniger als Spam als auch kannst Du mit einem Shortlink den Ursprung Deines Traffics besser messen.

Frageportale wie gutefrage.net, quora.com oder viele weitere sind sehr beliebt und stark besucht. Mitarbeiter von Quora gaben zum Beispiel an, dass sie monatlich rund 300 Millionen User auf ihrer Seite haben. Ziemlich viel Traffic, von dem auch Du profitieren kannst.

Nur ist das keine Über-Nacht-Strategie und benötigt etwas Vorbereitung. Denn als Erstes solltest Du Dir hier auf einem oder mehreren Gebieten einen gewissen Expertenstatus mit guten Antworten auf Fragen erarbeitet haben. Je mehr Menschen Du weitergeholfen hast und Deine Kommentare für hilfreich bewertet wurden, desto mehr User werden Dein Profil besuchen.

Und genau an dieser Stelle hast Du dann einen Backlink auf Deinen Blog oder weiteren mehrwertstiftenden Content gesetzt.

Zwar kannst Du ebenfalls bei Antworten bereits eine Seite verlinken, jedoch muss sie genau zum Thema passen und es ist ratsam, das erst nach einigen Postings zu machen. Genauso gilt hier, nicht zu übertreiben und nur hie und da auf die eigenen Inhalte zu verweisen. Ansonsten sticht das den Betreibern ins Auge, sodass sie es womöglich als Spam werten und im schlimmsten Fall sogar Deinen kompletten Account löschen.


Du siehst, dass es viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt, an Backlinks zu kommen. Am besten fängst Du mit denen an, die Dich am wenigsten Zeit kosten. Aber wie bei so vielem bei der Suchmaschinenoptimierung handelt es sich auch beim Platzieren von Links nicht um einen Sprint, sondern um eine Angelegenheit, die Zeit und Ausdauer braucht. Kümmere Dich also immer wieder darum und überlege Dir zum Beispiel jeden Monat neu, wo Du Aussicht auf noch weitere, zusätzliche Backlinks hast.