Überall wo mit Geld bezahlt wird, kann Skonto gewährt werden, wenn die ganze Summe auf einmal und sofort gezahlt wird. Skonto ist ein Preisnachlass von typischerweise 2% oder 3%. Wird Skonto gewährt, dann mindert sich dabei nicht nur der Netto-Betrag von der Rechnung, es fällt auch entsprechend weniger Umsatzsteuer an. Skonto lohnt sich für das Unternehmen, den Lieferanten und den Rechnungssteller wie auch den Kunden und Rechnungsempfänger. So erhält der Kunde eine ordentliche Ermäßigung und der Lieferant kann sofort über die volle Rechnungssumme verfügen. Skonto wird bei vielen Unternehmen gewährt und man kann damit viel Geld sparen. Wie bei einem Rabatt ist auch ein Skonto eine freiwillige Vergünstigung für den Kunden. Es gibt aber Unterschiede zwischen Skonto und Rabatt. So wird der Rabatt bereits während eines Vertragsabschlusses zwischen dem Verkäufer und dem Kunden vereinbart und dieser wird direkt schließlich auf der Rechnung ausgewiesen. Ein Skontoabzug erfolgt bei sofortiger Bezahlung von einer Rechnung. Ein Skonto ist ein freiwilliger Preisnachlass, welchen der Lieferant gewährt. Der Rechnungsempfänger hat also keinerlei gesetzlichen Anspruch, bei einer schnellen Zahlung einen Skontosatz abzuziehen. Ein Skonto ist ein zeitbedingter Nachlass, ein Rabatt ein mengenbedingter Nachlass.

Definition für Skonto


Bei einem Skonto handelt es sich um eine praktisch sofortige oder auch nachträgliche Kaufpreisminderung, die unter Einhaltung festgelegter Zahlungsfristen gewährt wird.

Wichtige Begriffe im Zusammenhang vom Skonto


Es gibt einige Fachbegriffe im Zusammenhang mit dem Skonto:

  • Skonto-Frist: Der Zeitraum, in dem ein Skonto gewährt werden kann. Die Skonto-Frist endet dabei stets vor einem vereinbarten Zahlungsziel
  • Zahlungsziel: Ein vom allgemeinen Kaufrecht abweichender Zeit-Punkt, an welchem der vereinbarte Rechnungsbetrag fällig wird. Die Festlegung auf ein Zahlungsziel stellt dabei immer einen bestimmten, zinslosen Kredit dar.
  • Skonto-Satz: Prozentueller Anteil, um den dann die Rechnungssumme bei Einhaltung von einer Skonto-Frist gemindert wird
  • Skonto-Beitrag: Absoluter Betrag, um welchen die Rechnungssumme bei der Einhaltung der Skonto-Frist verringert werden kann
  • Zielkauf: Das ist ein Kauf, bei welchem ein gesondertes Zahlungsziel vereinbart wird und damit wird ein entsprechender Zahlungsaufschub gewährt
  • Kundenskonto: Skonto, welcher dem Kunden gewährt wird
  • Lieferantenskonto: Skonto, welcher von einem Lieferanten schließlich eingeräumt wird

Die Motivation für Skontogewährung


Leider gibt es häufig Zahlungsverzögerungen und –ausfälle und dies ist ein häufiges Problem im Geschäftsalltag bei mittelständischen Betrieben. Ein Skonto ist für den Anbieter ein wirklich effektives Mittel, um eine frühzeitige Zahlung von Kundenseite zu bewirken. Es handelt sich um eine Kaufpreisminderung, welche die Zahlung bis zu einem bestimmten Datum vorsieht. Diese Kaufpreisminderung kann sofort oder auch nachträglich gewährt werden. So liegt in der Regel das ausschlaggebende Zahlungsziel für eine Gewährung des Skontos zwischen zehn und vierzehn Tagen. Bezahlt der Kunde vor diesem vereinbarten Zeitpunkt, dann darf er tatsächlich den Rechnungsbetrag eigenständig um einen vorher festgelegten Prozentsatz verringern. Der Skontosatz liegt in der Regel zwischen zwei und fünf Prozent. Wegen dieser enormen Ersparnis sind Skonti ein wirklich großer Vorteil für den Rechnungsempfänger.  

Ein Skonto ist eine freiwillige Gewährung von einem Preisnachlass. Die Motivation dafür ist, dass der Kunde seine Rechnung schneller bezahlt. Mit dieser Preisreduzierung ist es äußerst attraktiv für den Kunden, seine Rechnung sofort zu bezahlen. Eine Sonderform gibt es unter dem Namen Barzahlungsrabatt. Dies ist ein Skontoabzug bei sofortiger Bezahlung einer Rechnung.

Gesetzliche Grundlage für Skonto-Gewährung


Die Skonto-Regelung wurde in Deutschland zusammen mit dem Rabattgesetz im Jahre 1933 eingeführt. Die damalige Rechtslage war so geregelt, dass Unternehmer einem privaten Verbraucher unter keinen Umständen Rabatt gewähren durften. Dieses betriebswirtschaftliche Mittel war zu diesem Zeitpunkt eine wettbewerbswidrige Praktik und sie wurde mit hohen Strafen geahndet. Allerdings erlaubte der Gesetzgeber dem Endkunden ein Anreiz für die vorzeitige Zahlung mit der Gewährung auf einen auf maximal drei Prozent gedeckelten Skonto. Mit dieser Regelung sollte eine Belohnung für pünktliche Zahlungen vorgenommen werden und dies sollte nicht für einen gewissen preispolitischen Wettbewerb mit entsprechenden Konkurrenten genutzt werden. Diese Regelung des Gesetzgebers war bis zum Jahre 2002 gültig und sie wurde erst auf Druck von der EU ersatzlos abgeschafft.

Ein Beispiel für Skonto-Berechnung


Ein gewisses Unternehmen erhält von einem bestimmten Dienstleister (etwa ein Steuerberater) eine entsprechende Rechnung über netto 100 € zuzüglich 19 € Umsatzsteuer. Dieser Rechnungsbetrag entspricht demnach brutto 119 €. Sollte das Unternehmen innerhalb einer gewährten Skontofrist von insgesamt 14 Tagen bezahlen, dann darf es zwei Prozent vom Brutto-Rechnungsbetrag abziehen: 119 Euro x 0,02 = 2,38 €.

Damit reduzieren sich:

  • der Nettorechnungsbetrag um zwei Euro von 100 € auf 98 €
  • die Umsatzsteuer von 19 Euro um 0,38 € auf 18,62 € (mit der Kontrollrechnung: 98 € x 19 % Umsatzsteuer = 18,62 €)



Die Steuerberatungskosten, welche die Firma verbucht in den jeweilig sonstigen betrieblichen Aufwendungen, betragen damit 98 €. Dieser Skonto-Vorteil für die Firma liegt dabei lediglich in einem Nettoskonto von eben 2 €, die 0,38 € wirken sich dabei bei den meisten Firmen (die vorsteuerabzugsberechtigt sind) lediglich auf den durchlaufenden Posten der Umsatzsteuer aus und damit sind sie unerheblich.

Der richtige Skonto-Satz


Üblich sind in der Praxis Skonto-Sätze zwischen zwei und fünf Prozent. Viele Unternehmen gewähren meist einen Skonto zwischen zwei und drei Prozent in der Abhängigkeit vom vereinbarten Zahlungszeitraum. Anzumerken ist, dass Betriebe grundsätzlich nicht dazu verpflichtet sind, ein entsprechend gesondertes Zahlungsziel oder aber einen Skonto zu gewähren. Damit können Sie frei über die entsprechende Höhe vom veranschlagten Skonto-Satz verfügen. Viele Anbieter orientieren sich aber an einem Skonto-Satz von genau zwei Prozent für zwei Wochen, exakt drei Prozent für eine Woche und tatsächlich bis zu fünf Prozent für entsprechende Zahlungen bis zu dem nächsten oder übernächsten Werktag.

Die Skonto-Verbuchung


Für eine Skonto-Buchung müssen zwei verschiedene, separate Buchungssätze durchgeführt werden. Es gilt dabei für den Kunden:
die Verbindlichkeiten an Bank/Lieferantenskonto
das Lieferantenskonto an Vorsteuer

Der Verkäufer muss dahingegen mit den folgenden Buchungssätzen den bestimmten Skonto buchen:
der Bank/Kundenskonto an Forderungen
die Umsatzsteuer an Kundenskonto

Es kann allerdings auch der vereinfachte Skonto Buchungssatz genutzt werden. Bei dem Nettobuchungsverfahren entfällt nämlich der zweite Buchungssatz. Gleichzeitig ist aber die Berechnung von den erforderlichen Werten beim händischen Buchen komplizierter.
Dabei gilt für die Kunden:
die Verbindlichkeiten an Bank/Vorsteuer/Lieferantenskonto
Der Verkäufer bucht dahingegen mit:
die Bank/Umsatzsteuer/Kundenskonto an Forderungen

Warum ist eigentlich ein Skonto sinnvoll?


Es ist so, dass die Inanspruchnahme von einem Skonto in der Regel wirklich vorteilhaft ist und sie bietet sowohl dem Unternehmen als auch dem Kunden einen hohen Nutzen. Das Unternehmen kann einen Anreiz zu einer schnellen Zahlung schaffen und damit kann die Anzahl von Mahnungen und Zahlungsausfällen signifikant reduziert werden.

Der Kunde kann dahingegen deutlich Geld sparen, solange er innerhalb einer gewissen Frist bezahlt. Es lohnt sich sogar meist, auch einen Bankkredit tatsächlich in Anspruch zu nehmen, damit ein Skonto ausgenutzt werden kann. Die Zinskosten für den entsprechenden Lieferantenkredit sind leider in der Regel wirklich teuer. Ein Vorteil vom Lieferantenkredit besteht für den Kunden allerdings darin, dass er für eine Inanspruchnahme weder Bonität noch Sicherheiten nachweisen muss. Manchmal sichert der Lieferant seinen Zahlungsanspruch durch einen gewissen Eigentumsvorbehalt ab, jedoch kann dieser mit der Zahlung richtig abgewendet werden. Das größte Sparpotenzial kann aber durch die Ausnutzung der Skonti entstehen, wenn schon viel Kapital und Liquidität vorhanden sind.

Fazit


Ein Skonto zu beanspruchen lohnt sich wirklich, denn es können hohe bis sehr hohe Preisnachlässe damit einhergehen. Für die Skonti gewährenden Unternehmen lohnt es sich ebenso, denn sie sparen Kosten für Mahnungen und sind schneller wieder liquide. Nimm jetzt Kontakt auf und nutze das volle Potential mit Online-Werbung. Vereinbare eine kostenfreie Potenzialanalyse mit unseren Experten. Unsere Dienstleistungen gehen vom Google Account-Management bis hin zur individuellen Beratung. Wir sind die Experten, die dir Consulting für die beste Performance bieten. Nutze die Gelegenheit und profitiere von unserem Know-how und buche jetzt dein unverbindliches Erstgespräch.