„Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin - Monkeys.Digital Blog
Das Buch „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin hat mir beigebracht, Unternehmen aus Komponenten zu bauen. Nach dem Buch habe ich verstanden, dass man nicht alles selbst aufbauen muss und es sogar besser sein kann, auf spezialisierte Dienstleister zurückzugreifen.
Da ich das Buch enorm schätze und es mir eben einige wichtige Einblicke gegeben hat, habe ich hier das Wichtigste für Dich zusammengefasst, damit auch Du davon profitieren kannst.

1. Grundlage

  1. Entrepreneurship darf nicht länger mit Business Administration gleichsetzen
  2. Man sollte so lange an der Ausgangsidee arbeiten, bis ein Ideenkonzept steht, das deutlich überzeugender ist als die Konventionen, die Sie vorfinden (schwierigster Schritt)
  3. Mit bereits vorhandenen Komponenten gründen, statt alles selbst im eigenen Unternehmen aufzubauen

2. Ideenkonzept am Beispiel Teekampagne

Das grüne Logo auf weißem Grund von Darjeeling

Konventionelle Variante

  • Teegeschäft, gute Lage
  • große Sortimentbreite (oft mehrere hundert Sorten Tee)
  • Kleinpackungen
  • mehrere Zwischenhandelsstufen notwendig (Einzelhandel, Großhandel, Importeur, Exporteur)

Resultat

  • große Auswahl
  • hohe fixe und variable Kosten (hohes Kapital erforderlich)
  • daher notwendigerweise hohe Preise

Unkonventionelle Variante

  • Beschränkung auf nur eine einzige Teesorte (direkt aus Indien)
  • kein Zwischenhandel
  • nur Großpackungen
  • Verkauf per Mailorder und Internet

Resultat

Resultat sind viel geringere Kosten und dadurch ist eine Preis- und Qualitätsführerschaft möglich (wenig Kapital erforderlich).
Entscheidend ist die gute Grundidee und das durchdachte Konzept nach dem Motto
„Funktion statt Konvention“
Andere Beispiele/Möglichkeiten zur Umsetzung der Grundidee
  • Olivenölkampagne (https://www.artefakten.net/)
  • eBüro (Büro neu denken; Telefonservice/Büro on Demand)
  • RatioDrink
  • Direktzukanzlerin
  • Zahnbürsten
  • Heizöl

3. Hilfreiche Fragen zur Entwicklung eines Ideenkonzepts

  • „Was ärgert mich an manchen Produkten?“
  • „Was fehlt mir oder meinen Freunden?“
  • „Könnte man bestimmte Dinge nicht einfacher, besser, preiswerter machen?“
  • „Was würde ich gern mit anderen zusammen unternehmen?“
  • „Wie viel Kapital steht mit zur Verfügung und wie kann ich es sinnvoll einsetzen?“

4. Begriff Unternehmer

  1. Eigentumsfunktion (wem das Unternehmen gehört)
  2. Managementfunktion (wie das Unternehmen geschäftlich geleitet wird)
  3. innovative Funktion (mit welchem Konzept das Unternehmen gegründet und weiterentwickelt wird)
Erfolgsfaktoren von Unternehmen sind Personen, Ideen und Ressourcen.

5. Entrepreneurial Design

  1. klare Marktvorteile herausarbeiten
  2. einen Vorsprung vor Imitatoren sichern
  3. vor technologischer Obsoleszenz schützen
  4. vor wirtschaftlicher Obsoleszenz schützen
  5. den Finanzierungsaufwand minimieren
  6. das Marketing muss integraler Bestandteil des Entrepeneurial Design werden
Jeder Metzger behauptet, sein Schweinebauch sei der beste und preiswerteste => Kunde muss Vorteil wahrnehmen und in seinem Umfang beurteilen können

Vorsicht vor technologischen Start-ups (Beispiel Cortologic – Spracherkennung). Diese können für eine kurze Zeit an der Spitze sein, doch für wie lange? Kann nicht übermorgen, Taiwan, Singapur, Silicon Valley eine leicht verbesserte Technologie erarbeitet haben => höchst riskant, ja aussichtslos, auf Dauer die Spitzenstellung im technologischen Bereich halten zu wollen.

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6. Prinzipien eines High Potential Entrepreneurial Design

  1. Skalierbarkeit
  2. Einfachheit
  3. Risiken minimieren



7. Entrepreneur als Komponist

  • Einkauf über standardisierte Märkte, Börsen oder Auftragsproduktionen
  • Bürodienstleister einsetzen
  • Verwaltung, Rechnungswesen abgeben
  • Logistikdienstleister (Transportieren, Lagern, Abpacken, Versenden bsp. HapagLloyd) einsetzen
Gründer als Lead Entrepreneur muss sich voll auf das Ideenkonzept und seine Weiterentwicklung konzentrieren können. Dem Management obliegt das operative Tagesgeschäft.
Managementprobleme werden von Gründern systematisch unterschätzt. Deswegen müssen eine formale Organisation, ein Kostenrechnungssystem und Budgetkontrollen eingeführt werden.
Zunächst mit einem einzigen Produkt starten und später diversifizieren/expandieren (wenn Erfahrung vorhanden ist).

8. Drei Schritte, um die Unternehmensgründung anders anzugehen

  1. Erkenntnis, dass gute Konzepte heute wichtiger sind als Kapital
  2. radikalere Arbeitsteilung als bisher auf dem Gebiet des Entrepreneurship
  3. Unternehmen aus Komponenten zusammensetzen (Arbeitsteilung + Spezialisierung)

Ich hoffe, Dir helfen diese Anregungen genauso wie mir und wünsche Dir produktive und erfolgreiche Ideen!
Dein Phil

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