Weshalb Du keinen Gedanken zweimal haben solltest

 

Den richtigen Gedanken zur richtigen Zeit zu haben, macht in allen Bereichen den entscheidenden Unterschied aus. Egal, ob bei Projekten, der Strategieplanung, in Besprechungen usw. Ein Weg zum richtigen Gedanken führt darüber, möglichst viele Ideen zu haben. Und ein Weg, um diese möglichst vielen (verschiedenen) Gedanken zu haben, führt darüber, möglichst keinen Gedanken zweimal zu haben. Damit Du dies erreichst, folgt nun eine kleine Anleitung.

 

Deshalb solltest Du keinen Gedanken zweimal haben


Der offensichtliche Nachteil, einen Gedanken zweimal zu haben, ist die mangelnde Effizienz. Du drehst Dich gedanklich im Kreis, verlierst unnötig Zeit und blockierst geistige Ressourcen. Kreativität oder gar bahnbrechenden Ideen wird so ein Riegel vorgeschoben. Wer grübelnd durchs Leben geht, hat keinen Blick für all die Chancen, die sich am Wegesrand ergeben.

Okay, eine spezielle Ausnahme gibt es: Gedanken, die Du magst, darfst Du zweimal haben. Jede schöne Erinnerung, jeder positive Gedanke an Dich oder Deine Freunde und Familie ist jederzeit erneut willkommen. Für alle anderen Gedanken gilt: Stelle sicher, dass sie nie wieder kommen. Und das geht einfach: Verschriftlichen! Wir unterscheiden hierfür zwischen positiven und negativen Gedanken.

 

Negative Gedanken bleiben auf dem Nachttisch


Negative Gedanken sind Gift für Deine Produktivität, Kreativität, Nachtruhe und vermutlich auch für Deine gesamte psychische und physische Gesundheit. Genauso giftig ist es aber auch, solche Gedanken krampfhaft zu verdrängen. Also gilt es, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Hole diese Gedanken aus Deinem Kopf heraus und bringe sie zu Papier. Natürlich gerne auch digital.

Hier kannst Du sie mit etwas mehr Abstand betrachten und Dich konstruktiv mit ihnen beschäftigen. Manchmal kommen diese Gedanken beim Versuch einzuschlafen. Insbesondere dann solltest Du sie aufschreiben. Versuche, nicht grübelnd in den Schlaf sinken zu wollen. Das hält Dich wahrscheinlich nur unnötig wach. Ein kleiner Notizblock auf dem Nachttisch kann für Dich hier sehr viel bewirken.

„Wofür man Worte hat, darüber ist man hinweg.“ Ich weiß nicht mehr, woher ich dieses Sprichwort habe, aber es beschreibt sehr gut, was hier passiert. Wenn Dein Gehirn nach der Verschriftlichung nicht schon automatisch in die Lösungsfindung übergeht, dann schreibe darunter „Was ich tun werde, um dieses Problem zu lösen:“. Spätestens jetzt ist die unterbewusste Lösungssuche angestoßen.

Wenn Du möchtest, ersetze noch das Wort „Problem“ durch „Herausforderung“. Wichtig ist, dass der problemorientierte (negative) Gedanke raus aus Deinem Kopf ist. Wenn Dein Geist das nächste Mal in die Nähe des alten Gedankens kommt (z.B. beim Review all Deiner Gedanken), dann ist das Problem kleiner geworden oder Du hast bereits einen Lösungsansatz gefunden. 




Positive Gedanken sollen reifen


Bei mir ist die Dusche der typische Ort, an dem mir (positive) Gedanken kommen. Nun versuche ich, den Gedanken so bald wie möglich aufzuschreiben. Wenn er nicht ausgereift war – und das sind erste, flüchtige Gedanken selten – hat er dort die Chance, nachzureifen. In den folgenden Tagen komme ich dann regelmäßig auf diese Notiz zurück. Am liebsten natürlich in digitaler Form. Hier lässt sich damit am saubersten arbeiten, denn ich möchte Ergänzungen vornehmen, Links zu anderen Notizen herstellen usw. Für den Fall, dass sich der Gedanke in die richtige Richtung entwickelt, möchte ich Next-Actions (aka To-dos) ableiten.

So habe ich auch diesen Beitrag geschrieben. Zunächst war da nur der Arbeitstitel „Weshalb Du keinen Gedanken zweimal haben solltest“. Natürlich kam er mir, wie so oft, unter der Dusche. Und wenn es einen Gedanken gibt, den man kein zweites Mal haben sollte, dann ist es der, dass man einen Beitrag zu Papier bekommt, einen Gedanken nicht zweimal zu haben. Mehr Meta geht nicht.

Einmal flüchtig als Idee notiert ist mir die Notiz anschließend immer und immer wieder begegnet. Entweder hatte ich dann direkt eine Ergänzung oder aber meine Gedanken waren unterbewusst nochmals aktiviert. Sobald im Tagesverlauf ein passender Gedanke dazukam, habe ich ihn wieder sofort notiert. Manchmal habe ich mir die Zeit genommen, ihn direkt in die ursprüngliche Notiz zu schreiben; andere Male ergab sich nur die Gelegenheit für eine flüchtige Notiz nebenbei auf einem Zettel. Diese wurde dann beim nächsten Review in die ursprüngliche Anmerkung eingearbeitet. So hatte ich keinen Gedanken mehr zu „Weshalb Du keinen Gedanken zweimal haben solltest“ zweimal!


Welchen Gedanken hattest Du eben bereits einmal?


Geht es Dir auch so, dass Du beim Lesen von Blogbeiträgen oder beim Hören von Podcasts auf unzählige Ideen kommst? Sicherlich war das dann auch in den letzten fünf Minuten der Fall. Am besten wäre es gewesen, Du hättest das Lesen direkt pausiert, um den Gedanken zu verschriftlichen. Falls Du zuerst zu Ende gelesen hast, ist es jetzt höchste Zeit, den Gedanken aufzuschreiben. Schnell! Bevor er ein zweites Mal kommt!

Produktive Grüße
Sascha

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