Die eine Sache, die Dir scheinbar noch fehlt - Monkeys.Digital Blog

 

Denkst Du darüber nach, etwas Neues zu starten? Nicht nur ein neues Projekt im Rahmen Deiner gewohnten Beschäftigung, sondern etwas richtig Neues, außerhalb Deiner bisherigen Komfortzone? Falls ja, warum hast Du es noch nicht getan? Vermutlich gibt es da diese eine Sache, die Dir noch fehlt. Vielleicht ist es noch ein fehlendes Zertifikat oder eine sonstige Qualifikation? Was auch immer es ist: Ich glaube, es fehlt Dir gar nicht mehr. Lass uns über Hürden, bequeme Ausreden und Hochstapler sprechen.

 

Diese eine verdammte Hürde

Gehen wir nochmal einen Schritt zurück: Wie euphorisch denkst Du an diese fehlende Sache? Ein Bekannter von mir überlegt, in die Fitnessbranche einzusteigen. Ohne die eine oder andere Lizenz tatsächlich ein No-Go. Leider ist die Hürde, sich um so eine Lizenz zu bemühen, für ihn scheinbar unüberwindbar. Schließlich bräuchte er, um Fitness-Trainer zu werden, ja diese für ihn so wichtige Lizenz, und die fällt einem nicht so einfach in den Schoß. Und wenn man doch immer erst gegen 18 Uhr nach Hause kommt, dann muss doch jeder verstehen, dass man nicht die Energie hat, um …

Der nächste Schritt wäre einfach: Ein bis zwei Online-Anbieter für Zertifizierungen heraussuchen und sich anmelden. An rein organisatorischen Problemen kann es hier nicht liegen. Diese eine Sache, die noch fehlt, mutiert damit zur bequemen Ausrede, in der Komfortzone zu bleiben. Wenn Du Dich selbst in so einer Situation ertappst, überprüfe Deine Motive. Ist das angestrebte Ziel nicht attraktiv genug oder die jetzige Situation nicht unschön genug? Vielleicht kommst Du aber auch Ängsten auf die Spur, die Dich die ganze Zeit abgehalten haben. Dann setze Dich mit ihnen auseinander, und entscheide, ob die Sorgen gerechtfertigt sind.

 

Bist Du ein Hochstapler?

Eingangs hatte ich exemplarisch eine fehlende Qualifikation als mögliches Hindernis gewählt. Du willst etwas Neues starten, bist zu Beginn aber noch kein Meister darin. Du betrachtest den Markt mit Deinen künftigen Konkurrenten und es scheinen Titanen zu sein. Wer außer einem Hochstapler würde jetzt einfach loslegen?

Es ist zunächst ehrenhaft, sich kritisch mit den Grenzen der eigenen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Gleichzeitig fällst Du vielleicht auf das Hochstapler-Syndrom herein. Zu wissen, was man (noch) alles nicht über ein Thema weiß, ist auch ein Zeichen dafür, dass man bereits eine ganze Menge über dieses Thema weiß. Nur blutige Laien überschätzen ihr Wissen in einem Gebiet. Überprüfe also, ob Dich Deine Zweifel hier nur unnötig lähmen, und Du vielleicht das Wissen der anderen völlig überschätzt.

Nicht zuletzt ist zu viel Wissen auch kein Garant für den Erfolg Deiner künftigen Kunden. Fachidiot schlägt Kunde tot, könnte man hier mit einem Zwinkern sagen. Sei stattdessen ein Experte, der leidenschaftlich für seine Kunden da ist und transparent mit möglichen Wissenslücken umgeht.

 

Diese eine falsche Hoffnung

Nehmen wir also an, die eine Sache, von der Du glaubst, sie würde Dir noch fehlen, ist weder eine bequeme Ausrede noch vom Hochstapler-Syndrom betroffen. Dann müssen wir noch sicherstellen, dass Du keine falsche Hoffnung in sie setzt. Dazu ein Erfahrungswert von mir:

Als blutiger Anfänger in Sachen Fitness fühlte ich mich winzig zwischen all den Hulks auf der Trainingsfläche. Faktisch war das auch so. „Kein Wunder“, dachte ich, „ich muss ja erst mal beginnen“. Also begann ich und trainierte brav an den Geräten. War ich ein paar Wochen später ein Muskelpaket? Nein. Keine Überraschung, denn wie ich zwischenzeitlich gelernt habe, hätte ich zum Splitt-Training wechseln sollen. Das tat ich. War ich ein paar Wochen später ein Muskelprotz? Nein. So ging das immer weiter. Fortwährend wurde ich auf eine Sache aufmerksam, die mir noch fehlte. Freie Gewichte, mehr Eiweiß essen, besser auf die Regeneration achten, usw.

Alles für sich genommen eine falsche Hoffnung. Dennoch war ich jedes Mal hochmotiviert, dass die eine Sache, die noch fehlt, mit einem Schlag alle meine Probleme lösen würde. So war es nie. Die Lösung war nie dieses Eine, das ich noch nicht hatte, sondern immer nur die Beharrlichkeit. Wo ich einen Königsweg suchte, war es immer der sinnbildliche Marathonlauf, dem ich mich stellen musste.

In anderen Bereichen war es ähnlich. Vor allem bei Geschäftsgelegenheiten muss ich mich heute noch disziplinieren, einzelne Optionen am Horizont nicht drastisch überzubewerten. Auch hier ist es das Durchhaltevermögen.

 

Also einfach machen?

Nein. Weder „einfach mal machen“ im Sinne von loslegen noch „die Dinge einfach machen“ im Sinne von simpel. Natürlich sollst Du aktiv ermuntert sein, neue Dinge anzugehen. Und natürlich solltest Du die Dinge auch so einfach wie möglich machen, nur nicht einfacher. 

Sagen wir zum Beispiel, Du willst Sidepreneur werden. Da gibt es unzählige Dinge, die Du vermeintlich nicht weißt. Gewerbeanmeldung, Steuern & Buchhaltung, Finanzabwicklungen usw. Dazu kommen alle inhaltlichen Aspekte Deines Themas. Ach, und Promotion muss ja auch noch gemacht werden. Vor so einem Berg könnte man schon mal in Ehrfurcht erstarren und das Projekt gar nicht erst starten. Vermutlich ein Fehler, der in Form von Opportunitätskosten gezahlt wird.

Als extremes Gegenbeispiel könnte man einfach starten und alle Dinge simpel halten. Vermutlich ebenso ein Fehler. Falsch kalkulierte Vorgänge, nicht zündendes Marketing, fehlende Rücklagen für die Steuer und ähnliche Fehler sorgen hier für reale Kosten, die schnell die Insolvenz bedeuten können.

Was also stattdessen tun? Plane nicht alles im Detail, aber versuche ein paar Schwierigkeiten vorherzusehen. Die Kunst ist es dann, diese Schwierigkeiten in zwei Gruppen zu teilen. Die eine Gruppe besteht aus Komplikationen, die Dir vielleicht nie begegnen, und wenn, dann doch kein Show-Stopper sind. Über diese Brücken würde ich gehen, wenn ich dort bin. Ein bisschen Mut zur Improvisation muss sein.

Dann gibt es in der zweiten Gruppen aber auch diejenigen Schwierigkeiten, die Du kaum alleine lösen kannst. Denn viel zu oft ist die eine Sache, die hier fehlt, einfach zu groß. Versuche diese Art von Problemen nicht im Alleingang zu lösen, sondern hole Dir Hilfe von Experten. Das dazu notwendige Netzwerk musst Du Dir Stück für Stück aufbauen. Da ist es wieder, das Durchhaltevermögen.

Kurzgesagt: Die eine Sache, die noch fehlt, ist ein gutes Netzwerk, das Dich auf alles vorbereitet. Nicht „einfach machen“, sondern „einfach mal gemeinsam machen“. Mit Durchhaltevermögen, Selbstbewusstsein und Optimismus.

Liebe Grüße
Sascha

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PPS: Du möchtest noch mehr Tipps zu Produktivität erhalten? Dann lies auch diesen Blogbeitrag von mir zum Thema, warum Dir ein Fuß in jeder Tür eher schadet als nützt.

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