Bei Captcha (Completely Automated Public Turing Test) handelt es sich um einen Test, ob der User eines Programms wirklich ein Mensch oder selbst ein Computer ist. Diese Überprüfung dient als Sicherheitsmechanismus, dass keine Bots wertvolle Ressourcen verbrauchen, sich irgendwo einloggen oder z.B. Kommentarzeilen und E-Mail-Postfächer mit Werbung, Phishinglinks oder unseriösen Anfragen zuspammen.  
Für die Durchführung dieses Tests gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Der User muss

  • einen Haken in einem speziellen Kästchen setzen
  • Verzerrte oder verschwommene Zahlen identifizieren und diese mit der Tastatur eingeben
  • eine angezeigte Rechenaufgabe lösen
  • Tiere oder Gegenstände auf Bildern erkennen
  • Bilder bzw. Bildausschnitte auswählen, auf denen sich ein genannter Gegenstand befindet
  • Fragen zu einem abgespielten Audio oder Video beantworten

Ein Nachteil von vielen Captchas ist, dass sie beispielsweise für sehbeeinträchtigte Menschen nicht barrierefrei sind und diese dann für das Lösen der Tests externe Hilfe benötigen, da die sog. Braillezeile (Hilfsapparatur für das Ertasten der Inhalte in Blindenschrift) den Bildschirminhalt ja nicht automatisch abbilden kann. Daher nutzen manche Anbieter zusätzlich ein Captcha, den der Nutzer ebenfalls mithilfe seines Gehörs erfüllen kann. Taubblinde bleibt das selbstständige Bestehen dieser Überprüfungen aber bisher dennoch verwehrt. Ein Lösungsansatz wäre, dass ihnen offene Fragen gestellt werden, die sie mit der Braillezeile lesen und danach beantworten können.
Generell können Captchas sehr schnell die Nutzungsfreundlichkeit von Webseiten einschränken, da sie auch für Menschen, die nicht seh- oder höreingeschränkt sind, nur bedingt schnell und einfach zu lösen sind und wirken sich damit unter Umständen negativ auf die UX aus.