Affiliate-Marketing ist eine spezielle Art des Online-Vertriebs. Bei diesem erhält der Vermittler, der sog. Affiliate, eine Provision für das durch ihn verkaufte Produkt bzw. die Dienstleistung. Ebenfalls kann ein Affiliate auch Geld dafür erhalten, wenn er potentielle Kunden auf eine Webseite führt oder die Leads an den Verkäufer/Dienstleister übermittelt. Die hier wohl verbreiteste Methode ist, dass ein Affiliate eine Webseite erstellt, auf der er auf Produkte (z.B. bei Produkttests) verweist und einen Link zum Verkäufer platziert. Anhand dieses personalisierten Links kann der Affiliate als solcher beim Kauf des Kunden vom Webshop-Betreiber identifiziert werden und erhält die abgemachte Provision. Neben einer Webseite nutzen Affiliates auch häufig E-Mail-Marketing und/oder extra auf sie zurückverfolgbare Gutscheincodes, die der Kunde auf der Webseite des Verkäufers einlösen kann (siehe Gutscheinmarketing).

Übrigens konnte Amazon maßgeblich durch das damals noch sehr wenig eingesetzte

Affiliate-Modell zu einem solchen Giganten werden, der dieses Unternehmen jetzt ist.

Kann man durch Affiliate-Marketing schnell reich werden?

Manche Menschen meinen, dass sich mit Affiliate-Marketing sehr schnell äußerst viel Geld verdienen ließe. Hier muss man aber ganz klar jein sagen.

Es stimmt zum einen, dass es sehr wohl manche Menschen gibt, die mit dieser Art des Online-Marketings sehr reich geworden sind.

Auf der anderen Seite wird oft ausgeblendet, wie bei vielen anderen Erfolgreichen auch, wie viel Arbeit häufig dahintersteckt, um damit ein finanziell profitables Business aufzubauen.

Deshalb ist Affiliate-Marketing beliebt

Als Affiliate hast Du selbst an sich ein sehr geringes Risiko, da Du ja selbst keine Produkte einkaufen und lagern musst und ebenfalls keine Sorge dafür tragen musst, sie (fast) alle zu verkaufen.

Auch für die Händler (Merchants) ist es risikoarm. Vermittler erhalten nur dann eine Bezahlung, wenn über sie ein Kunde kauft. Sind die Affiliates nicht erfolgreich, so muss der Merchant auch nichts an sie auszahlen.

Vorsicht vor schwarzen Schafen

Wie bereits erwähnt, ist das Risiko für Vermittler und Verkäufer in der Regel gering. Jedoch gibt es leider auch hier Ausnahmen und es lauern manches Mal Betrüger.

Gefahren für Merchants:

Affiliates fingen in der Vergangenheit bewusst vorher User ab, die ansonsten direkt die Webseite des Verkäufers besucht hätten. Sie optimieren hierfür den Content der eigentlichen Seite oder kopieren diese in Gänze, um dann mit PPC-Anzeigen die gefälschte Webseite zu bespielen. Klickt ein Besucher dann auf eine Schaltfläche oder einen Link, so landet dieser auf der Original-Seite des Verkäufers. Durch die Platzierung des Affiliate-Links erhalten solche dann trotzdem eine Provision.

Gefahren für Affiliates:

Hin und wieder ist es auch schon vorgekommen, dass der Merchant einen Verkauf, der über einen Affiliate-Link erreicht wurde, mit dem Hinweis einer Stornierung versehen, womot dem Vermittler die Provision ausbleibt.

Zudem gab es auch schon Fälle, dass nach einem neuen Aufsetzen der Verkäuferseite

der Affiliate-Link (absichtlich oder aus Versehen) nicht wieder miteingebunden wurde. Auf diese Weise kann dann nicht mehr nachvollzogen werden, von wem bzw. wie der Kunde auf das entsprechende Produkt oder die Dienstleistung aufmerksam wurde.  

Minimiere die Gefahren

Am besten ist eine transparente Kommunikation zwischen Affiliate und Verkäufer, damit beide Seiten durch die Zusammenarbeit gewinnen.

Wenn Du Folgendes beachtest, dann sinkt die Gefahr, Betrügern beim Affiliate-Marketing ins Netz zu gehen:

  • halte als Merchant z.B. mit Google Analytics Ausschau, ob starke Abweichungen z.B. bei der Verweildauer der Nutzer, der Einkaufsuhrzeit oder der Zielregion der potentiellen Kunden vorliegen
  • werde als Affiliate stutzig, wenn Dir zu hohe Provisionen in Aussicht gestellt werden oder die Conversionrate zu stark von Deinen Besucherzahlen abweicht

Kontrolliere immer wieder, ob diese Merkmale nur Ausreißer sein könnten oder eben dauerhaft und systematisch sind.